Energiewirtschaft im Wandel – wir halten die Balance
Die Energiewirtschaft befindet sich in einem Wandel und wir sind mittendrin! Dekarbonisierung, verschärfter Wettbewerb, unsichere politische Rahmenbedingungen – das sind Herausforderungen, die wir als regionaler Energieversorger zu meistern haben. Dabei gilt, die Balance zu halten in unserem energiewirtschaftlichen Dreieck aus Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Ökologie. In 2024 haben wir das souverän geschafft – auch dank unserer großartigen Gemeinschaft aus Mitarbeitenden, Kunden, Partnern und Initiativen in unserer Region.

„Wir haben in den vergangenen Jahren gelernt, dass uns keine Krise aus der Bahn werfen kann. Darauf sind wir stolz und blicken mit einem gesunden Selbstbewusstsein in die Zukunft.“

„Kontinuität an der Unternehmensspitze ist in diesen bewegten Zeiten ein hohes Gut. Wir freuen uns, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung langfristig fortzuführen.“
Unser Erfolgsrezept: Nah dran an unseren Kunden, mittendrin im Markt
Das Jahr 2024 hat einmal mehr gezeigt, dass die Osterholzer Stadtwerke nicht einfach irgendein Energieversorger sind. Für die Menschen in der Region zählt, dass wir sie und ihre Belange ernst nehmen. Dass wir in Notsituationen helfen. Dass wir unseren Service stetig verbessern. Dass wir alles tun, um Strom und Gas verlässlich und bezahlbar zu liefern. Dabei haben wir immer den Markt im Blick. Wir kalkulieren solide und wettbewerbsfähig. Das alles macht uns zu DEM erfolgreichen Energieversorger in unserer Region.
Für unsere Kunden das Beste rausgeholt
Erfolgreiche Festpreiskampagne
Anfang 2024 war der Energiemarkt noch unruhig, und auch wir mussten die Preise in der Strom- und Erdgasgrundversorgung zum 1. Januar 2024 erhöhen. In unseren vierteljährlichen Preiskonferenzen haben wir die Entwicklungen auf dem Energiemarkt sehr genau beobachtet und immer versucht, das Beste für unsere Kundinnen und Kunden herauszuholen.
Das ist uns gelungen! In der zweiten Jahreshälfte haben wir die Preise in der Grundversorgung von Strom und Erdgas nicht weiter anpassen müssen. Außerdem haben wir ein neues Festpreisprodukt auf den Markt gebracht und bieten damit unseren Kundinnen und Kunden Sicherheit und wettbewerbsfähige Preise bis mindestens Ende 2026.
Das wissen sie zu schätzen: Bei den Privatkunden liegt unser Marktanteil bei 80 Prozent, und unsere Festpreiskampagne hatte eine Abschlussquote von 90 Prozent!
Mehr Service durch neues Kundenportal
In 2024 ist unser neues Kundenportal online gegangen. Das Projektteam hat hervorragend gearbeitet und in dem neuen Portal viele nützliche Funktionen integriert: Verträge einsehen, Abschläge ändern, Papierrechnungen abbestellen oder Zählerstände mit und ohne Registrierung erfassen – das alles und noch vieles mehr funktioniert jetzt einfach und verständlich in unserem neuen Kundenportal.
Bestes für unsere Partner in der Region
Als Energiepartner der Modernisierungsmesse
Am 20. und 21. April 2024 waren wir erstmals als Energiepartner auf der Modernisierungsmesse der Volksbank eG Osterholz Bremervörde vertreten. In unserem Stadtwerke-Zelt haben wir zu Themen wie Sanierung, Photovoltaik, Fördermitteln und Glasfaser Vorträge gehalten und fachlich beraten.
Als Mitglied im Krisenstab beim Hochwasser in Lilienthal
Anfang des Jahres wurde Lilienthal von einem beispiellosen Hochwasser heimgesucht – einer Naturkatastrophe, die es in unserer Region seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben hatte. Unser Geschäftsführer Christian Meyer-Hammerström wurde Teil des eilig gebildeten Krisenstabs, der sich zweimal täglich traf, um in dieser Extremsituation die richtigen Entscheidungen zu treffen. Zusammen mit der Gemeinde und Institutionen wie Feuerwehr und THW wurde die aktuelle Situation beraten. Zum Teil mussten Strom und Gas abgestellt werden, da die Häuser, die unter Wasser standen, drohten aufzuschwimmen. Entsprechend heikel war es, die Versorgung nach dem Hochwasser wieder in Betrieb zu nehmen. Dank des großartigen Einsatzes unserer technischen Mitarbeiter hat die Zuschaltung reibungslos funktioniert.
Als Partner des Baubetriebshofes Lilienthal
Im Oktober begann der Umzug in unseren neuen gemeinsamen Betriebsbauhof mit der Gemeinde Lilienthal, den wir Anfang des Jahres 2024 dann endgültig bezogen haben. Das zweigeschossige Büro- und Sozialgebäude wurde nach einem hohen Effizienz-Standard gebaut und unter anderem mit einer Wärmepumpe, einer solarthermischen Anlage, einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und einer Photovoltaikanlage ausgestattet. In 2024 haben wir dafür die maximal mögliche Förderung in Höhe von 485.000 Euro erhalten.
Als Unterstützer der Initiative Powerhouse Nord
Im Februar 2024 wurde Powerhouse Nord erstmals vorgestellt, ein Netzwerk aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung, das die grüne Energiewende im Nordwesten Deutschlands vorantreiben will. Wir waren Mitte des Jahres eines der ersten Unternehmen, die dem Netzwerk beigetreten sind. Die Initiative will eine Dachmarke schaffen, um die Region zwischen Elbe und Ems zu stärken und sie im nationalen Wettbewerb der Regionen besser zu positionieren.
In Bestform für die Menschen in der Region
Hochwasserfonds eingerichtet
Nach dem Hochwasser im Januar 2024 haben wir einen Hochwasserfonds in Höhe von 100.000 Euro für die betroffenen Anwohner eingerichtet. Damit haben wir die Wiederherstellungsarbeiten schnell und unbürokratisch finanziell unterstützt, indem wir die Stromkosten der Trocknungsgeräte übernommen haben. Diese hatten die Feuchtigkeit aus den Gebäuden gezogen und dabei viel Strom verbraucht.
Open Air-Konzert organisiert
Mit einem Open Air-Konzert für Ehrenamtliche und unsere Kundinnen und Kunden haben wir uns für ihr großartiges Engagement und ihre Kundentreue bedankt. Rund 1.000 Gäste haben am 23. August die „Afterburner“ auf unserem Firmengelände bei Bratwurst und Bier gefeiert und einen ganz besonderen Abend erlebt.
Energiesperre abgewendet
Im vergangenen Jahr hatten wir ein außergewöhnliches Thema, das uns und auch die Öffentlichkeit sehr beschäftigt hat. Der Verwalter eines großen Wohnkomplexes hatte über einen längeren Zeitraum zwar die Abschläge für Strom, Erdgas und Wasser von seinen Mietern eingezogen, aber nicht an uns bezahlt. Unsere Mahnungen und Gesprächsangebote liefen ins Leere, so dass wir schließlich eine Energiesperre ankündigen mussten. Ein Schritt, der in der Öffentlichkeit zunächst auf Unverständnis stieß und viele Diskussionen zur Folge hatte. Unser Ziel war, eine kurzfristige Lösung im Sinne der Mieterinnen und Mieter zu finden und das ist uns auch gelungen, so dass sie auch weiterhin mit Strom, Gas und Wasser versorgt wurden.
Beim Day of Caring engagiert
Seit 2018 engagieren sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jedes Jahr beim Day of Caring. Einen Tag lang krempeln sie die Ärmel hoch und unterstützen tatkräftig in einer gemeinnützigen Einrichtung. Bislang haben sich 15 Vereine und ehrenamtliche Institutionen über die Hilfe gefreut. In 2024 wurden Gruppen- und Bewegungsräume in den Kitas Seebergen und Heidberg gestrichen, und bei der Ortsfeuerwehr Ohlenstedt wurde ein Geräteschuppen lackiert und ein Regal montiert.

100.000 €
für Hochwasserfond
160
engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
11 Bewerbende
sitzen im neuen Betriebsrat
Unser Zukunftskonzept: Infrastruktur ausbauen, Energiewende umsetzen
Von der Kommunalen Wärmeplanung bis zur Photovoltaikanlage auf Nachbars Dach: Wir haben die sichere und bezahlbare Energieversorgung von morgen und übermorgen im Blick. Wir sehen das große Ganze, denken und planen für unsere Region. Und darum wissen wir genau, dass wir jetzt handeln müssen. Wir bauen unsere Infrastruktur aus, wir fördern die Energiewende. Wir sind Partner überregionaler Energieprojekte und lokaler Energielösungen. Damit gestalten wir die Energieversorgung der Zukunft.
Versorgungssicherheit: digital bestens dabei
Biogaseinspeisung geplant
Das Thema Biogas ist bei uns aktueller denn je: Seit 2010 produziert Landwirt Hermann Knoop aus Osterholz-Scharmbeck Biogas, das wir in unser Netz einspeisen. In 2024 hat er bereits seine dritte Anlage errichtet. Auch die Hamme-Energie GmbH & Co. KG plant, Biogas in unser Netz einzuspeisen. Als Netzbetreiber ist es unsere Aufgabe, die dafür benötigten Einspeiseanlagen zu planen und zu erstellen. Die Planung für das sogenannte Biogaseinspeisebegehren haben wir in 2024 erfolgreich abgeschlossen.
Windkraftprojekt vorangetrieben
Wir wollen die Energiewende in unserem Landkreis weiter vorantreiben, darum haben wir bereits 2022 mit der Reon AG aus Lilienthal das Joint Venture SWEON gegründet. Eins unserer aktuellen Projekte ist der Windpark Wümmewiesen, den wir in der Gemeinde Ritterhude errichten wollen. Geplant sind neun bis zwölf Anlagen, die ersten Flächen haben wir uns dafür in 2024 gesichert.
Digitaler Zwilling installiert
Im Zuge der Energiewende sind wir dazu angehalten, regelmäßig Lastflussberechnungen in unserem Stromnetz sowie verschiedene Versorgungsszenarien durchzuführen. Die Daten dafür werden in verschiedenen Systemen gesammelt – und jetzt endlich über spezielle Schnittstellen an einem Ort gebündelt: Der Digitale Zwilling ist ein rechenfähiges Modell unseres Mittel- und Niederspannungsnetzes, mit dem wir auch Studien in Eigenregie durchführen können, wie zum Beispiel Hochlauf der E-Mobilität im Netzgebiet oder Ausbauschwerpunkte von Wärmepumpen.
Intelligente Messsysteme auf den Weg gebracht
Als Stromversorger betreiben wir auch die Messstellen und sind verpflichtet, nach und nach intelligente Messsysteme bei unseren Kundinnen und Kunden zu installieren. Diese ermöglichen eine regelbare Stromversorgung, denn ab 2025 sind wir verpflichtet, dynamische Tarife anzubieten. Das Rollout haben wir in 2024 auf den Weg gebracht und werden in 2025 die ersten 1.000 intelligenten Messsysteme installieren.
Kommunale Wärmeplanung: in besten Händen
Ausschreibung gewonnen
Es ist uns eine Freude, die Kommunale Wärmeplanung für die Stadt Osterholz-Scharmbeck sowie für die Gemeinden Lilienthal und Ritterhude durchzuführen. Das heißt: In der ersten Jahreshälfte 2025 erarbeiten wir eine Strategie, wie die Wärmeversorgung der Zukunft ausgestaltet werden könnte. Dazu analysieren wir die aktuelle Infrastruktur und zeigen alternative Möglichkeiten für die Wärmeversorgung auf. Herzstück ist der Digitale Zwilling: In das Datenmodell fließen unterschiedlichste Daten von Netzbetreibern, Kommunen, Schornsteinfegern etc. ein und lassen sich für verschiedene Simulationen verknüpfen. Nach Abschluss der Planung übergeben wir unsere Ergebnisse an die Kommunalpolitik und Verwaltung, die auf dieser Grundlage über die Umsetzung möglicher Maßnahmen entscheiden.
Wasserstoffstudie durchgeführt
Im Zuge der Kommunalen Wärmeplanung haben wir auch eine Wasserstoffstudie durchgeführt. Die Versorgung eines eher ländlichen Bereichs mit Wasserstoff ist ein spannendes Thema – aber hat für uns erstmal keine Priorität. Aber natürlich werden wir weiterhin das Thema aufmerksam verfolgen und die Projekte zu Wasserstofferzeugung und -verbrauch bei uns in der Region partnerschaftlich unterstützen.
Kalte Nahwärme in Hambergen
In Hambergen baut die Volksbank eG Osterholz Bremervörde ein Neubaugebiet an der Verlängerung der Straße Windhornsfeld. Im Sommer 2024 haben wir das Wärmenetz gebaut und damit eine der Voraussetzungen für das kalte Nahwärmenetz erfüllt. In 2025 geht es mit den Bohrungen weiter. Kalte Nahwärme ist eine technische Variante eines Wärmenetzes, das mit niedrigen Übertragungstemperaturen in der Nähe der Umgebungstemperatur arbeitet und daher sowohl Wärme als auch Kälte bereitstellen kann.
Energiewende: bestmögliche Umsetzung
Energielösungen für alle
Wir machen den Umstieg auf nachhaltige, erneuerbare Energien für jeden bezahlbar: Von persönlichen Beratungen vor Ort über die Wärmebedarfs-Ermittlung bis zu konkreten Sanierungsvorschlägen. Auch in 2024 haben wir mit unseren Kundinnen und Kunden clevere Contracting-Lösungen im Bereich Photovoltaik und Wärmeversorgung ohne hohe Anschaffungskosten umgesetzt.
So haben wir zum Beispiel eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gymnasiums Lilienthal gebaut und im Februar 2024 in Betrieb genommen. Der erzeugte Strom wird nicht in unser Netz eingespeist, sondern direkt im kommunalen Gebäude verbraucht.
Photovoltaiküberdachung für Parkfläche des Allwetterbades
Im August 2024 sind die Bauarbeiten gestartet und vier Monate später war alles fertig: Der Parkplatz des Allwetterbades in Osterholz-Scharmbeck hat eine moderne Überdachung mit 1.050 Photovoltaik-Modulen bekommen. Die Gesamtfläche des Daches beträgt ungefähr 2.200 Quadratmeter, mit der neuen Anlage spart das Allwetterbad pro Jahr rund 150 Tonnen CO2 ein und kann etwa 23 Prozent seines Strombedarfs über die Solaranlage abdecken.
Photovoltaikanlage für Restaurant Tietjens Hütte
Gut zwei Jahre hat unser Dienstleistungsteam ausführlich mit den Betreibern von Tietjens Hütte beraten und geplant – in 2024 wurde das Dach des Restaurants mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Die Anlage mit 52 Modulen erzeugt etwa ein Viertel des Stromverbrauchs von Tietjens Hütte, der Strom wird zu fast 100 Prozent selbst verbraucht. Die Anlage hat Tietjens Hütte für zehn Jahre von uns gepachtet.
Bürgerenergie-Genossenschaft Lilienthal eG (BEGL) für immer mehr Anlagen
Durch unsere Initiative zusammen mit der Volksbank Osterholz Bremervörde haben sich Lilienthaler Bürgerinnen und Bürger zusammengeschlossen und die Bürgerenergie-Genossenschaft Lilienthal eG (BEGL) gegründet. Durch die Errichtung von Photovoltaikanlagen vor Ort wollen sie den Ausbau erneuerbarer Energien voranbringen, gleichzeitig können sich die Mitglieder an den Projekten finanziell beteiligen. In 2024 wurden bereits Anlagen auf der Turnhalle Trupermoor und Kita Wümmekieker in Betrieb genommen, die Anlage Kita Schatzkiste ist im März 2025 fertig und die Anlagen auf dem Rathaus und dem Hallenbad befinden sich in der Planung.
Fördergeld für Klimaschutz-Projekte
Für jede verbrauchte Kilowattstunde unseres Ökostroms fließen seit einigen Jahren 0,025 Cent in unseren Nachhaltigkeits-Fond. Unter dem Motto „Weil es keinen Planeten B gibt!“ fördern wir daraus alljährlich Projekte für einen klimafreundlichen Landkreis: Bürger, Vereine, Gruppen oder Institutionen können ihre Idee für ein CO2-Spar-Projekt einreichen. Bisher wurden mehr als 30 gemeinnützige und klimafreundliche Maßnahmen unterstützt. Da sich in 2024 nur drei Projekte beworben hatten und die Anzahl damit zu gering war, ist der Fördertopf für 2025 mit mehr als 30.000 Euro gut gefüllt!

„Mit verschiedensten lokalen und überregionalen Projekten rund um die Erneuerbaren Energien sind die richtigen Wege für die Zukunft eingeschlagen worden.“
Unsere Verantwortung: Nachhaltig agieren, Fortschritt ermöglichen
Als regionaler Energieversorger geht unsere Verantwortung weit über die verlässliche Lieferung von Strom und Erdgas hinaus. Wir wollen Zukunft sichern. Die Zukunft unseres Unternehmens genauso wie die Zukunft der Menschen, die in unserer Region leben. Wir sorgen für die wirtschaftliche Stabilität und ermöglichen die digitale Transformation der Osterholzer Stadtwerke – ohne dabei den Klimaschutz und unsere gesellschaftliche Verantwortung aus dem Blick zu verlieren. Das ist eine Herausforderung, die wir jeden Tag aufs Neue annehmen und mit viel Leidenschaft meistern.
Gelebte Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeitsbericht: Vorbereitungen laufen
Bis Anfang 2024 gingen wir davon aus, ab 2025 gemäß den Standards der EU-Kommission zur Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts verpflichtet zu sein. Aufgrund des im April eingeleiteten Stop-the-Clock-Verfahrens wurde diese Frist jedoch verschoben. Unabhängig davon dokumentiert ein Nachhaltigkeitsbericht unseren Umgang mit sozialen und ökologischen Herausforderungen und muss den gesetzlichen Anforderungen aus nationalen und europäischen Regularien entsprechen. In 2024 haben wir uns bereits intensiv mit dem Thema beschäftigt, die Mindestanforderungen definiert und eine Wesentlichkeitsanalyse erstellt. Außerdem haben wir an einem Pilotprojekt der Trianel teilgenommen und ein digitales Tool zur Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts getestet. Das Tool hat zwar nicht die Anforderungen erfüllt und wir haben uns frühzeitig aus dem Projekt zurückgezogen, dennoch war es sehr wertvoll, dass wir uns in verschiedenen Netzwerken und Arbeitsgruppe mit dem Thema beschäftigt und dafür sensibilisiert haben.
Workshop mit unseren Botschafterinnen und Botschaftern
Ulla Unsicher, Emir Egal, René Regional und Technik Toni sind keine neuen Kollegen, sondern vier Personas, die bei unserem ersten internen Nachhaltigkeits-Workshop befragt wurden. Auf Basis dieser vier Personas wurden anschließend Prototypen und Maßnahmen entwickelt, die nach dem Workshop weiter vertieft werden sollen. Das war eine erste Nachhaltigkeitsmaßnahme unserer 22 Nachhaltigkeitsbotschafterinnen und -botschafter. Sie haben sich einen Tag lang gemeinsam dem Thema genähert als einen ersten Schritt, um unsere Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln.
Erfolgreiche IT-Transformation
Umstellung der Software auf SAP
Bereits 2020 war die Entscheidung gefallen, unsere Software auf SAP umzustellen – aus verschiedenen Gründen hat die Umstellung etwas gedauert, aber am 1. Januar 2024 war es soweit! Die letzten Wochen vor dem Start waren für den Projektleiter und sein Team besonders herausfordernd, sämtliche Prozesse wurden über verschiedene Module abgebildet und getestet. Aber die Arbeit hat sich gelohnt: Anwendungen der Finanzbuchhaltung, Anlagenbuchhaltung, Auftragsmanagement und Materialverwaltung und -beschaffung wurden zum 1. Januar erfolgreich von SAP abgelöst. Parallel dazu wurde die IT vom Ein- auf das Zwei-Mandanten-Modell umgestellt. Das bedeutet, dass Netzentgelte und Vertriebspreise jetzt getrennt abgerechnet werden.
Umstellung auf Zwei-Faktor-Authentifizierung
Im August 2024 haben wir die Zwei-Faktor-Authentifizierung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiviert. Diese ist für die IT-Sicherheit im Mobilen Arbeiten relevant: Unsere Server erkennen jetzt, woher eine Anmeldung kommt. Wer sich aus dem Firmennetzwerk heraus anmeldet, benötigt keinen weiteren Faktor für die Anmeldung. Das ist eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme zum Schutz unserer kritischen Infrastruktur.
Wirtschaftliche Stabilität
Bundesbank bestätigt erneut gute Bonität
In 2024 haben wir erneut das Prädikat „Notenbankfähig“ der Deutschen Bundesbank erhalten. Damit wurde offiziell bestätigt, dass wir stabile Ergebnisse liefern und für die Zukunft sicher aufgestellt sind. Darauf sind wir sehr stolz!
Beteiligungen über die Region hinaus
Die Osterholzer Stadtwerke setzen sich für den Ausbau Erneuerbarer Energien ein und sind auch über die Region hinaus an mehreren Unternehmen und Projekten beteiligt. In Bremen zum Beispiel sind wir mit 25,1% an einem Windpark mit 2 Windrädern auf dem Gelände der Bremer Stahlwerke beteiligt sowie mit 1,10% an der Trianel Erneuerbare Energien GmbH, die ein Portfolio von Onshore-Windparks und PV-Freiflächenanlagen aufbaut. So haben wir bereits an 17 Windparks und 11 PV-Freiflächen mitgewirkt, die sich auf insgesamt neun Bundesländer verteilen und eine Gesamtleistung von 335,37MW Strom erzeugen. Zuletzt wurde im April 2024 ein Windpark mit drei Anlagen in Brandenburg umgesetzt. Der Windpark produziert jährlich rund 40 Millionen kWh Strom, mit dem circa 11.400 Haushalte versorgt und dabei fast 17.400 Tonnen CO2 jährlich eingespart werden.
Wertschätzende Zusammenarbeit
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Fokus
Wir haben 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie sechs Auszubildende und einen dualen Studenten. Jede und jeder von ihnen leistet einen wichtigen Beitrag für den Erfolg unseres Unternehmens. Darum ist es uns wichtig, ihre Entwicklung bei den Osterholzer Stadtwerken zu fördern. Auch in 2024 haben wir individuelle Schulungen und Weiterbildungen wie zum Beispiel Meisterschule oder Studium ermöglicht. 2018 wurden wir erstmals als „Familienfreundliches Unternehmen im Landkreis Osterholz“ ausgezeichnet, eine Projektgruppe arbeitet stetig weiter daran, dass wir das auch bleiben. Da spielen natürlich auch unsere Benefits wie zum Beispiel Gleitzeit, Mobiles Arbeiten, Firmenfitness, Betriebliche Altersvorsorge oder E-Bike-Leasing rein.
Gemeinsam Entscheidungen treffen
Die vergangenen Jahre waren zum Teil sehr fordernd und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Großartiges geleistet. Darum ist es für uns umso wichtiger, dass sie sich von uns wertgeschätzt fühlen und unsere Entscheidungen mittragen. Ihre Zufriedenheit liegt uns am Herzen. Aus diesem Grund haben wir im Herbst 2024 eine Mitarbeiterbefragung zum Thema Führung durchgeführt. Dieses Feedback soll künftig regelmäßig eingeholt werden, um zu erfahren, ob eine Entwicklung stattfindet.
Ebenfalls um Mitsprache ging es bei der Betriebsratswahl im August 2024. Die Wahlbeteiligung lag bei 76 Prozent, insgesamt haben 117 Wahlberechtigte teilgenommen. Alle elf Bewerberinnen und Bewerber haben die Wahl zum Betriebsrat bzw. als Ersatzmitglied angenommen.

„Unser großer Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – ihr engagierter Einsatz in allen Bereichen hat maßgeblich zum Erfolg unseres Unternehmens beigetragen.“
Unser Lagebericht für 2024
Ausführliche Informationen und Details zu unserem Geschäftsjahr 2024 stehen in unserem Lagebericht für Sie zum Download bereit.